Von Gottes Gnaden

 

Am 11.November 2018 jährt sich der Tag der Abdankung des deutschen Kaisers Wilhelm II. zum hundertsten Mal. Eine Dynastie und eine Staatsform, eine Epoche ist zu Ende gegangen. Das Europa, das man gekannt hatte, gibt es nach dem vom Kaiser fahrlässig verschuldeten Weltkrieg nicht mehr.

Ein Europäischer, tragikkomischer Film, der wie bei einer Grand Guignol Vorstellung die Wahnwelt des Machtmenschen Wilhelm vorführt, ihm aber inmitten der Absurdität seiner Situation ein menschliches Gesicht zu geben versucht. Der erste Spielilm überhaupt, in dem der Kaiser eine zentrale Rolle spielt. Aktueller denn je in einer Zeit, in der verantwortungslose Politiker bedenkenlos nationale Konflikte schüren.

Die Story.

Kaiser  Wilhelm ist geschlagen und muß abdanken. Er flieht nach Holland und findet Asyl in einem winzigen Puppenschloss auf dem Land : “Haus Doorn". Der ehemals mächtigste Mann Europas lebt geplagt von  der  tödlichen Furcht vor seiner Auslieferung und Exekution, er trägt sich mit Selbstmordgedanken  und träumt von einem grandiosen Comeback. Es gipfelt in der absurden Idee die holländische Königin Wilhelmina zu einer Stategie zu gebrauchen die ein Weltkaisertum begründen soll unter seiner Führung. Größenwahsinniger denn je, hat er seinen kleinen Hofstaat zum surrealistischen Hauptquartier eines Wolkenkuckucksreichs  gemacht.

Aber es gibt ein Geheimnis im “Haus Doorn”. Ein kleiner Junge der in den Bäumen des Schlossparks herumklettert, hat sich mit dem  einsamen Ex-Monarchen befreundet. Es ist die letzte Chance Wilhelms die Last seiner kaiserlichen Rolle abzuschütteln und endlich einmal ein ganz gewöhnlicher Mensch zu sein. Aber Wilhelm wäre nicht Wilhelm, wenn er nicht auch diese Gelegenheit verspielen würde…

 

 

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